Meine Lebenszeit, um Deinen Ton bildhaft zu treffen

Ich bin Caterina Nicolai – Freie Rednerin für Euer einzigartiges Kinderwillkommensfest, Lebensrednerin für den persönlichen Abschied zur Trauerfeier, und Hochzeitsrednerin auf Eurer Freien Trauung.

Was ich noch bin

Bühnenmensch
Erster Auftritt 1998 im Sommernachtstraum des Erfurter Theaters Die Schotte Körper und Stimme ausgebildet durch Sprecherziehung, Stimmbildung und Bühnenpräsenz Workshops

Geschichtenerzählerin
Noch bevor ich alle Buchstaben kannte, schrieb ich los: Tagebücher, Romane, Kurzgeschichten, Essays – als Freie Autorin arbeitete ich u.a. für das Goethe Institut, die Spalder Media Group und Sony Pictures Film und Fernsehen. Meine eigenen Projekte spreche ich leidenschaftlich gern selbst ein

Geisteswissenschaftlerin
Studium an der Philosophischen Fakultät der Uni Köln
Diplom in Kulturgeschichte, Sprach- und Literaturwissenschaft und Politik.

Reisende
Ich lebte in Lateinamerika und besuchte Asien, bin fasziniert von Lebensstilen, Glaubenswelten, Kunst und Alltag in ein und derselben Welt

Was ich liebe

Begegnungen mit Menschen, Perspektiven und Lebenswege.

Außerdem alle Facetten des Lebens im Spiegel der Welt, ob auf Leinwand, Bühne, Bildschirm, in Reimform, in Wälzern oder im Geist. Hauptsache große Gefühle, tiefe Gedanken, absurder Quatsch und kleine, tapsige Luftikusse beim Entdecken der Alltagskomik. Überall steckt das Wunder unserer erstaunlichen Natur!

Mein nervigster Tick?

Gedichte von Rilke, Goethe und Brecht übertheatralisch rezitieren und den Soul in unfreiwilligen Küchenkonzerten aus mir raussingen

– Ja, die Familie jammert!

Was ich sehnend suche

Ich bin mit einer großen Lebenssehnsucht geboren.

Von Anfang an suchte ich unseren Kern, das wahre Leben. Wenn alle Masken fallen, wir alle Konventionen ablegen, uns von allen Ängsten und Pflichten befreien – was bleibt dann? Wer sind wir wirklich? Ich wollte wissen, was uns verbindet. Gleichzeitig grüble ich über höherer Einheit und Sinnhaftigkeit.

Ist eigentlich ganz banal. Denn jedes Wort und jedes Ding steckt voller sinnhafter Bedeutung. Nehmen wir ein Taschentuch. Nichts Besonderes?
Und ob!

Als ich klein war nannte ich es „Zellstoff“ ohne zu wissen, dass dieser Begriff meine kulturelle Herkunft mit allen Zwängen und Idealen ausdrückt…
So beginnt meine persönliche Taschentuch Geschichte.

Wertvolle Sätze und Herangehensweisen überleben in vielen Generationen. Ich spüre tausend Leben in mir und gleichzeitig Einmaligkeit. Es steckt ein großer Zauber und ein kleines Glück in jedem Detail.

Ich habe viele Kulturen, Atmosphären und Menschen kennengelernt.
Die Reise geht weiter und ich freue mich über alle, die mich ein Stück begleiten.

Meine Lebensgeschichte

Das liebevoll in der Bad-Dunkelkammer entwickelte Zeitzeugenfoto: „Erste kritische Weltbetrachtung“

Geboren in turbulenten Zeiten. Damit meine ich nicht, dass es 1986 in der Erfurter Frauenklinik weder Bonding noch babyfreundliche Ansätze gibt. Selbstverständlich ist mein Vater im Kreißsaal unerwünscht und meiner Mutter werde ich entrissen, um mit dem Schock der Welt allein klarzukommen. Zum Glück füllt sich mein Leben bald mit Wärme dank Eltern, Geschwister und Großeltern. Ein Dreigenerationenhaus mit gegensätzlichen Weltanschauungen, aber unzertrennlicher Verbundenheit. Mein Vater verwandelt unser Bad regelmäßig in ein rotleuchtendes Labor und entwickelt Fotos für mein Babyalbum. Nach meinem dritten Geburtstag schreibt er:

Die Wende ist da – Das Album wird jetzt bunter!

Und tatsächlich, auch wenn mein Opa den Begriff „Konterrevolution“ vorzieht, bringt die Wende bunte Bilder, pralle Einkaufskörbe und unzählige Urlaube auf allen Campingplätzen Europas. Sommer heißt Zelt und Dosenravioli. Endlich Freiheit. Doch wie nach jeder ersten Euphorie folgt der nüchterne Alltag: geschlossene Betriebe, leere Versprechen, schlechte Geschäfte und eine Jugend, die Anarchie genießt, weil Autoritäten entmachtet wurden. Mit zwölf Jahren finde ich mich auf einer Straßenschlacht zwischen Punkern und Faschos wieder und verstehe, dass ich eine eigene Wahrheit finden und mich zu sehr vielen gesellschaftlichen Themen positionieren muss.

Was mich mit Glück und Freude erfüllt

Während meine politische Suche nervenzehrend bleibt, erkenne ich schnell, was mich mit Glück und Freude erfüllt: Die Liebe! Die Liebe zu großartigen Bands, zum Tanz, zum Theater und zu hitzigen Diskussionen mit einzigartigen Menschen. Die Liebe zu ergreifenden Gedichten, zu großer Kunst und verspielter Kleinkunst, zu Kulturen und Begegnungen, kurzum, die Liebe zum lebendigen Leben!

Liebe hieß manchmal auch Herzschmerz. Mein herzallerliebster Ehemann Christian, dem ich im Dezember 2007 auf einem Götz Widmann Konzert laut singend begegnet bin, hat es mir nicht leicht gemacht. Doch nach vier turbulenten Jahren durften wir ankommen, entschieden uns für unsere Liebe und bezahlten mit Freiheitsentzug. Erst heute merken wir, wie tragend die Liebe gerade durch diese definitive Entscheidung geworden ist. Verbundenheit und Verschmelzung wachsen besonders nach Zweifeln und Umbrüchen. Ich weiß nicht, wo ich ohne diese Konstante, diesen Mut sprechenden, im Hier und Jetzt lebenden Fels in meinem sprudelndem Gedankenquell wäre.

Die größte Liebe, die alle Zellen durchdringt und uns mit Staunen erfüllt, die uns das Wunder des Lebens und die Kostbarkeit eines jeden Moments erfahrbar macht, schenkte uns das Leben 2015 und 2018. Da flutschten unsere Kinder Samson und Milou auf die Welt. Natürlich mit Bonding, Dauerstillen und ständigem Körperkontakt. Immer wieder sind wir stolz, ergriffen, überrascht und unfassbar dankbar für diese tiefe, bahnbrechende Dimension der Liebe und des Lebens, die wir durch unsere Kinder erfahren dürfen.

Wieso Freie Rednerin?

1.

Ich habe nach dem Studium Schreibkurse belegt und als Freie Autorin gearbeitet. Einiges findet ihr auf meiner Autorinnen Webseite. Es fasziniert mich das Leben aus tausend Perspektiven wahrzunehmen und aus tausend Winkeln zu denken. Ich genieße den Blick aus anderen Augen. Dabei kämpfe ich entschlossen gegen Schubladen und Kategorien, will den Einzelnen begreifen und wertfrei zuhören.

Eure Lebensgeschichten zu erzählen ist mein größtes Glück!

2.

Ich bin fasziniert von Zeremonien und erlebe magische Momente, wenn ich mich mit großen Fragen konfrontiere. Wozu sind wir hier? Woher und wohin? Ich ging in die evangelische und katholische Kirche, picknickte zum „Día de los muertos“ (Allerheiligen) mit mexikanischen Mamas auf Gräbern, erlebte schamanischen Glauben in indigenen Gemeinden ebenso wie die disziplinierte Meditation der Diamantwegbuddhisten. Ich hörte Lamas sprechen, betete chinesische Ahnenaltäre an, sang Mantras am Ganges und wurde durch Moscheen geführt. Einige Eindrücke landeten in meiner Kurzgeschichte zur Gottsuche.

In Eurer Zeremonie will ich die einzigartige Atmosphäre herstellen, die immer dann entsteht, wenn wir achtsam und bewusst unserer Liebe und unseren Liebsten gedenken. Es braucht keinen Hokus Pokus, keine floskelhaften Rituale – die Geschichte Eures Lebens ist wertvoll genug. Sie allein füllt den Raum.

3.

Der Trauerredner zur Beerdigung meines Opas sprach eine lebendige, farbenfrohe Rede. „Das ist doch unser Heinz!“, hieß es. Charakter und Wirkung wurden mir das erste Mal ganz bewusst. Durch die Rede stand ich im Büro meines Opas, den ich nur als Rentner kannte. Die Rede war anders als alles, was ich bisher gehört hatte. Ich bin mir sicher, dass mein Opa mir diesen Wink auf seinem letzten Weg mitgeben wollte.

Da ich Worte, Menschen und Zeremonien liebe, möchte auch ich Reden halten, die Leben, Persönlichkeit und Charakter einfangen.

Kannst du dich auch kurzfassen und einfach
einen Lebenslauf skizieren?

Wenn ihr mit nackten Fakten etwas anfangen könnt, sehr gerne!

  • 2004 nach der Schule ein Jahr in Cuernavaca/Mexiko
    • Praktika in einer Filmproduktionsfirma und in einem Seniorenstift
    • Persönlich: Gelebte Kulturgeschichte! Heißt: Das von Zapata geprägte Landleben des Staates Morelos erleben, das crazy Mexiko-City bestaunen und religiöse Prozessionen ergründen, die Schamanismus und Katholizismus verbinden.
  • 2012 Diplom der Regionalwissenschaften Lateinamerika (Romanistik, Geschichte, Politik) an der Universität zu Köln, Diplomarbeit: Der Mythos der mexikanischen Maria de Guadalupe als polemisches Symbol zur Unabhängigkeit.
  • Jobs, Praktika und Aktionen zur Studizeit:
    • Auslandssemester in La Plata/Argentinien
    • Rucksackreisen durch Bolivien, Brasilien, Peru, Indien, Malaysia, Kambodscha, Laos und Thailand
    • Organisation im Musiklabel Übersee Records in Hannover
    • Personalabteilung und interkulturelles Projektmanagement bei Volkswagen de México in Puebla/Mexiko
    • Eventmanagement im Rautenstrauch-Joest-Museums Kulturen der Welt
    • Museumspädagogik im Kölner Museumsdienst
    • Information am Empfang des Museums Ludwig in Köln
  • Nach der Uni Arbeitswelt
    • Freie Autorin, Redaktion und PR für Agenturen, Mediengruppen, Unternehmen und Institutionen weitere Infos
    • Referentin und Dozentin für spanische Sprache und mexikanische Kultur weitere Infos
    • Veröffentlichung eigener Autorinnen Projekte weitere Infos
    • EU-Projektmanagement im CJD Frechen

Und endlich die Ausbildung zu

Eurer Freien Rednerin!