Ich bin Caterina Nicolai – Freie Rednerin für Euer Kinderwillkommensfest, Lebensrednerin für den persönlichen Abschied zur Trauerfeier, und Hochzeitsrednerin auf Eurer Freien Trauung.

Was ich noch bin?

Bühnenmensch
In den 90ern erfuhr ich im Erfurter Theater Die Schotte Körperwahrnehmung, Bühnenpräsenz, Sprecherziehung und Stimmbildung. Ich erkannte Schreibstile, Zeiten, Perspektiven und Genres, von Shakespear über Jewgeni Schwarz und Edward Bond – alles faszinierend.

Geschichtenerzählerin
Noch bevor ich alle Buchstaben kannte, schrieb ich los: Tagebücher, Kurzgeschichten, Essays – als Freie Autorin arbeitete ich u.a. für das Goethe Institut, die Spalder Media Group und Sony Pictures Film und Fernsehen. Meine eigenen Projekte spreche ich leidenschaftlich gern selbst ein.

Geisteswissenschaftlerin
Studium der Regionalwissenschaften Lateinamerika
an der Philosophischen Fakultät der Uni Köln
Diplomarbeit in Religionsgeschichte, Diplomfächer: Geschichte, spanische Sprach- und Literaturwissenschaft, Politik und als Nebenfach Soziologie.

Reisende
Ich lebte in Lateinamerika und besuchte Asien, bin fasziniert von Lebensstilen, Glaubenswelten, Kunst und Alltag auf ein und demselben riesigen Planeten.

Was ich liebe

Begegnungen.

Außerdem große Gefühle, tiefe Gedanken, absurder Quatsch und kleine, tapsige Luftikusse beim Entdecken der Alltagskomik. Überall steckt das Wunder der erstaunlichen Natur!

Mein nervigster Tick?

Gedichte von Rilke, Goethe und Brecht übertheatralisch rezitieren und den Soul in unfreiwilligen Küchenkonzerten aus mir raussingen

– Ja, die Familie jammert!

Was ich sehnend suche

Ich bin mit Lebenssehnsucht geboren. Hat genervt, aber hab mich dran gewöhnt;-)

Von Anfang an suchte ich unseren Kern, das wahre Leben. Wenn alle Masken fallen, wir alle Konventionen ablegen, uns von allen Ängsten und Pflichten befreien – was bleibt dann? Wer sind wir wirklich? Ich wollte wissen, was uns verbindet. Gleichzeitig grüble ich über höherer Einheit und Sinnhaftigkeit.

Ist eigentlich ganz banal. Denn jedes Wort und jedes Ding steckt voller Bedeutung. Ein Taschentuch. Nichts Besonderes?
Und ob!

Als ich klein war nannte ich es „Zellstoff“ ohne zu wissen, dass dieser Begriff meine kulturelle Herkunft mit allen Zwängen und Idealen ausdrückt…
So beginnt meine persönliche Taschentuch Geschichte.

Wertvolle Sätze überleben Generationen. Ich spüre tausend Leben in mir und gleichzeitig Einmaligkeit. Zauber und Glück stecken im Detail.

Ich habe viele Kulturen, Atmosphären und Menschen kennengelernt.
Die Reise geht weiter und ich freue mich über alle, die mich ein Stück begleiten.

Meine Lebensgeschichte

Das liebevoll in der Bad-Dunkelkammer entwickelte Zeitzeugenfoto: „Erste kritische Weltbetrachtung“

Geboren in turbulenten Zeiten. Damit meine ich nicht, dass es 1986 in der Erfurter Frauenklinik weder Bonding noch babyfreundliche Ansätze gibt. Selbstverständlich ist mein Vater im Kreißsaal unerwünscht und meiner Mutter werde ich entrissen, um mit dem Schock der Welt allein klarzukommen. Zum Glück füllt sich mein Leben bald mit Wärme dank Eltern, Geschwister und Großeltern. Ein Dreigenerationenhaus mit gegensätzlichen Weltanschauungen, aber unzertrennlicher Verbundenheit. Mein Vater verwandelt unser Bad regelmäßig in ein rotleuchtendes Labor und entwickelt Fotos für mein Babyalbum. Nach meinem dritten Geburtstag schreibt er:

Die Wende ist da – Das Album wird jetzt bunter!

Und tatsächlich, auch wenn mein Opa den Begriff „Konterrevolution“ vorzieht, bringt die Wende bunte Bilder, pralle Einkaufskörbe und unzählige Urlaube auf allen Campingplätzen Europas. Sommer heißt Zelt und Dosenravioli. Endlich Freiheit. Doch wie nach jeder ersten Euphorie folgt der nüchterne Alltag: geschlossene Betriebe, leere Versprechen, schlechte Geschäfte und eine Jugend, die Anarchie genießt. Mit zwölf Jahren finde ich mich auf einer Straßenschlacht zwischen Punkern und Faschos wieder und verstehe, dass ich mich zu sehr vielen gesellschaftlichen Themen positionieren muss.

Was mich mit Glück und Freude erfüllt

Während meine politische Suche nervenzehrend bleibt, erkenne ich schnell, was mich mit Glück und Freude erfüllt: Die Liebe zu großartigen Bands, zum Tanz, zum Theater und zu hitzigen Diskussionen. Die Liebe zu ergreifenden Gedichten, zu großer Kunst und verspielter Kleinkunst, zu Kulturen und Begegnungen, kurzum, die Liebe zum lebendigen Leben!

Liebe hieß manchmal auch Herzschmerz. Mein herzallerliebster Ehemann Christian, dem ich im Dezember 2007 auf einem Götz Widmann Konzert laut singend begegnet bin, hat es mir nicht leicht gemacht. Doch nach vier turbulenten Jahren durften wir ankommen, entschieden uns für unsere Liebe und bezahlten mit Freiheitsentzug. Erst heute merken wir, wie tragend die Liebe gerade durch diese definitive Entscheidung geworden ist. Verbundenheit und Verschmelzung wachsen besonders nach Zweifeln und Umbrüchen. Ich weiß nicht, wo ich ohne diese Konstante, diesen Mut sprechenden, im Hier und Jetzt lebenden Fels in meinem sprudelndem Gedankenquell wäre.

Die größte Liebe, die alle Zellen durchdringt und uns mit Staunen erfüllt, die uns das Wunder des Lebens und die Kostbarkeit eines jeden Moments erfahrbar macht, schenkte uns das Leben 2015 und 2018. Da flutschten unsere Kinder Samson und Milou auf die Welt. Natürlich mit Bonding, Dauerstillen und ständigem Körperkontakt. Immer wieder sind wir stolz, ergriffen, überrascht und unfassbar dankbar für diese tiefe, bahnbrechende Dimension der Liebe und des Lebens, die wir durch unsere Kinder erfahren dürfen.

Geheimes Talent? Eigenes Schmuckdesign!

Wieso Freie Rednerin?

1.

Ich habe als Freie Autorin gearbeitet. Aber ich bin in die Werbung gerutscht und das hat genervt. Ich wollte nicht Schreiben, um Klicks und Likes zu bekommen. Nicht schreiben, um Leute zum Kauf zu bewegen. Nicht schreiben, um Bedürfnisse für Dinge zu kreieren, die keiner braucht. Ich wollte FÜR MENSCHEN SCHREIBEN! Es fasziniert mich das Leben aus tausend Perspektiven wahrzunehmen und aus tausend Winkeln zu denken. Ich genieße den Blick aus anderen Augen, kämpfe entschlossen gegen Schubladen und suche Brücken.

Eure Lebensgeschichten zu erzählen ist mein größtes Glück!

2.

Ich bin fasziniert von Zeremonien und erlebe magische Momente, wenn ich mich mit großen Fragen konfrontiere. Wozu sind wir hier? Woher und wohin? Ich ging in die evangelische und katholische Kirche, picknickte zum „Día de los muertos“ (Allerheiligen) mit mexikanischen Mamas auf Gräbern, erlebte schamanischen Glauben in indigenen Gemeinden ebenso wie die disziplinierte Meditation der Diamantwegbuddhisten. Ich hörte Lamas sprechen, betete chinesische Ahnenaltäre an, sang Mantras am Ganges und wurde durch Moscheen geführt. Einige Eindrücke landeten in meiner Kurzgeschichte zur Gottsuche.

In Eurer Zeremonie will ich die einzigartige Atmosphäre herstellen, die immer dann entsteht, wenn wir achtsam und bewusst unserer Liebe und unseren Liebsten gedenken. Es braucht keinen Hokus Pokus, keine floskelhaften Rituale – die Geschichte Eures Lebens ist wertvoll genug. Sie allein füllt den Raum.

3.

Der Trauerredner zur Beerdigung meines Opas sprach eine lebendige, farbenfrohe Rede. „Das ist doch unser Heinz!“, hieß es. Charakter und Wirkung wurden mir das erste Mal ganz bewusst. Durch die Rede stand ich im Büro meines Opas, den ich nur als Rentner kannte. Die Rede war anders als alles, was ich bisher gehört hatte. Ich bin mir sicher, dass mein Opa mir diesen Wink auf seinem letzten Weg mitgeben wollte.

Auch meine Reden stellen das Leben in den Fokus, fangen Wirkung, Persönlichkeit und Charakter ein.

Kannst du dich auch kurzfassen und einfach
einen Lebenslauf skizieren?

Wenn ihr mit nackten Fakten etwas anfangen könnt, sehr gerne!

  • 2004 nach der Schule ein Jahr Cuernavaca/Mexiko
    • Praktika in einer Filmproduktionsfirma und in einem Seniorenstift
    • Persönlich: Gelebte Kulturgeschichte! Heißt: Das von Zapata geprägte Landleben des Staates Morelos erleben, das crazy Mexiko-City bestaunen und religiöse Prozessionen in Chiapas und Oaxaca ergründen, die Schamanismus und Katholizismus verbinden.
  • 2012 Diplom der Regionalwissenschaften Lateinamerika an der Universität zu Köln, Diplomarbeit: Der Mythos der mexikanischen Maria de Guadalupe als polemisches Symbol zur Unabhängigkeit.
  • Jobs, Praktika und Aktionen zur Studizeit:
    • Auslandssemester in La Plata/Argentinien
    • Rucksackreisen durch Bolivien, Brasilien, Peru, Indien, Malaysia, Kambodscha, Laos und Thailand
    • Organisation im Musiklabel Übersee Records in Hannover
    • Personalabteilung und interkulturelles Projektmanagement bei Volkswagen de México in Puebla/Mexiko
    • Eventmanagement im Rautenstrauch-Joest-Museums Kulturen der Welt
    • Museumspädagogik im Kölner Museumsdienst
    • Info-Theke im Museum Ludwig Köln

Und endlich:
Ausbildung zu Eurer Freien Rednerin!